schlossbruecke1

Bauherr
Gutsverwaltung Haniel von Haimhausen
Projektsteuerung
Haupt Ingenieure, Unterhaching
Projektdaten
Generalinstandsetzung einer schiefwinkeligen Straßenbrücke aus dem Jahr 1910


Nördlich von München befindet sich das Schloss Haimhausen, das die Bavarian International School beherbergt. Die denkmalgeschützte Zufahrtsbrücke über den Amperkanal stammt aus dem Jahr 1910. Die Widerlager des unbewehrten Betonbogens waren unterspült, es hatten sich Kämpfer- und Scheitelrisse gebildet. Die Flügelwände waren infolge des Erddrucks der Bogenhinterfüllung gerissen und wiesen bereits eine deutlich sichtbare Schiefstellung auf. Das Bauwerk musste auf eine Nutzlast von 3 to beschränkt werden. Das historische Geländer und die Granitkappen wurden abgebaut und katalogisiert. Die Flügelmauern wurden komplett abgebrochen, so dass lediglich noch der Betonbogen stand. Das neue Brückentragwerk wurde auf Bohrpfählen gegründet. Durch die Anordnung von nur zwei Pfählen je Uferseite wurde eine weitgehende Unempfindlichkeit gegenüber unterschiedlichen Pfahlsetzungen erreicht. Über den Pfählen wurden Querschottwände erstellt, die in Verbindung mit den tragenden Flügelwänden eine mehrseitige Lagerung der schiefwinkeligen Fahrbahnplatte ermöglichten. Der Bestandsbogen wurde neu abgedichtet, er trägt im Endzustand nur noch das Eigengewicht der Bogenüberschüttung. Nach Erstellung des neuen Tragwerks wurde der historische Aufbau mit Granitkappen wieder hergestellt. Anschließend wurde die Flusssohle mit einem Kolkschutz versehen und die Uferwände mit Injektionsankern gesichert. Das Bauwerk wurde Ende 2009 wieder dem Verkehr übergeben.


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